Archiv der Flucht
Mit dem »Archiv der Flucht« wurde ein digitaler Gedächtnisort geschaffen, der die Geschichte/n von Flucht und Vertreibung nach Deutschland im 20. und 21. Jahrhundert bewahrt und reflektiert. Die Erfahrungen von Menschen, die alles zurückgelassen haben und hier Zuflucht fanden, prägen die beiden deutschen Staaten (und ihre Beziehung zueinander) von Beginn an. Manche sind vor Krieg und Zerstörung geflohen, andere vor politischer Verfolgung oder sozialer, kultureller oder rassistischer Ausgrenzung, wieder andere vor sexueller Diskriminierung oder sexualisierter Gewalt. Diese Menschen erzählen von Flucht und Vertreibung, über Folter, Ausbeutung und Entrechtung, aber auch von Hoffnung und Glück, sie sprechen über Heimat und Exil, Zugehörigkeit und Neuanfang – und am Ende offenbaren sie auch überraschende, vielfältige Perspektiven Geschichte Deutschlands. Weiteres Material/Aktivitäten: - Digitale Materialien für neun Workshops für die schulische und außerschulische Bildung bieten Anleitung und Inspiration zur Auseinandersetzung mit dem Online-Archiv. - In Kooperation mit dem Goethe-Institut Athen wird das Archiv der Flucht in sieben Ländern Südosteuropas zur Diskussion gestellt (http://www.goethe.de/archivderflucht/de). - In den Stadtbibliotheken Tempelhof-Schöneberg und Pankow können Multiplikator*innen aus dem Bibliotheksbereich mit medienpädagogischen Methoden und unter Leitung des Vereins für Medienbildung mediale pfade die 41 Interviews des Online-Archivs erkunden. - Thementag: Anlääsichlich der Eröffnung sprachen vom 30. September — 3. Oktober 2021 am Haus der Kulturen der Welt, Berlin, Theoretiker*innen, Aktivist*innen sowie Projektbeteiligte an vier Tagen verschiedenen Themenkomplexen rund um Flucht und Migration an, dokumentiert online: (https://www.hkw.de/de/programm/projekte/2021/archiv_der_flucht/thementage_archiv_der_flucht/start.php)
